Neue US-Sanktionen wegen Skripal-Fall

WASHINGTON. Die Spannungen zwischen Russland und den USA nehmen weiter zu. Anfang August haben die US-Behörden neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Sie begründen das mit dem Fall Skripal.

Foto: iStock©da-kuk

Das US-Außenministerium wirft Russland eine Beteiligung an der Vergiftung des ehemaligen Agenten Sergej Skripal und seiner Tochter Julia in Salisbury vor. Russland habe „chemische oder biologische Waffen eingesetzt oder tödliche chemische oder biologische Waffen gegen seine eigenen Staatsbürger benutzt und damit gegen internationales Recht verstoßen“, teilte das Ministerium mit. Dies verstoße gegen das Völkerrecht. Die neu angekündigten US-Sanktionen betreffen Exportlizenzen der USA an Russland sowie Güter der nationalen Sicherheit. Sie sollen ab dem 22. August umgesetzt werden. Ausnahmen von den Strafmaßnahmen seien möglich. Russland hat die Sanktionen derweil als ungerechtfertigt kritisiert. Als Antwort wird Russland laut Finanzminister Anton Siluanow seine Einlagen in US-Staatsanleihen weiter reduzieren. „Wir haben unsere Einlagen in die amerikanische Wirtschaft und amerikanische Wertpapiere bereits auf ein Minimum reduziert und werden sie weiter senken“, sagte er dem TV-Sender Rossija-1 am 12. August. Zudem wolle Russland künftig bei Transaktionen den US-Dollar als Währung meiden und lieber in anderen Währungen, etwa dem Euro, abrechnen.

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