DIHK-Umfrage: Handelskrieg hat große Auswirkungen auf deutsche Unternehmen

BERLIN. Deutsche Unternehmen sind vom Handelskrieg zwischen den USA und China stark betroffen.

Das ist der Tenor einer aktuellen Umfrage, die die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter deutschen Manager durchgeführt hat: 41 Prozent der deutschen Unternehmen in China gaben an, dass sie beim Export in die USA von höheren Zöllen betroffen seien. Darüber hinaus beklagten sich 46 Prozent der Firmen über höhere Kosten beim Import aus den USA. 57 Prozent der deutschen Unternehmen, die in den USA tätig sind, erklärten, dass es negative Auswirkungen auf den Export nach China gebe, während 75 Prozent höhere Kosten beim Import aus China meldeten.

„Der gefährliche Handelsstreit zwischen den USA und China trifft auch deutsche Unternehmen, die in beiden Ländern Geschäfte machen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier in einem Interview mit Reuters. Um die höheren Kosten zu vermeiden, die von den „Tit-for-Tat“ –Tarife (deutsch: „Wie du mir, so ich dir.“ ) verursacht werden, erwägen viele deutsche Firmen die Schließung von Produktionsstandorten in den USA und die Verlagerung in andere Länder, so der DIHK. Die DIHK-Umfrage ergibt, dass auch deutsche Hersteller zuhause in Deutschland aufgrund ihres internationalen Lieferantennetzwerks und ihrer weltweiten Kundenbeziehungen vom US-chinesischen Handelskrieg betroffen sind. Laut DIHK haben deutsche Unternehmen bisher insgesamt 400 Milliarden Euro in die USA und 80 Milliarden Euro in China investiert. Sie beschäftigen mehr als 850.000 Menschen in den USA und rund 700.000 in China.