Erste Reaktion: Daimler legt Projekte im Iran auf Eis

TEHERAN. Die US-Sanktionen gegen den Iran, die am 7. August um sechs Uhr morgens in Kraft getreten sind, haben nur wenige Stunden später die erste Reaktion eines wichtigen deutschen Investoren hervorgerufen – und zwar eine negative: Der deutsche Autobauer Daimler hat seine Expansionspläne im Iran auf Eis gelegt.

Das Iran-Geschäft wird durch die Sanktionen schwieriger: Deswegen will Daimler dort nicht mehr expandieren. Foto: iStock©josefkubes

„Die ohnehin schon eingeschränkten Aktivitäten sind bis auf weiteres eingestellt worden“, erklärte der Konzern in einer offiziellen Mitteilung. Ursprünglich wollte der Hersteller mit Partnerunternehmen im Land am Persischen Golf Lkw bauen und Fahrzeuge der Marke Fuso veräußern. „Die Produktion und der Vertrieb von Mercedes-Benz-Lkw haben wir nicht wieder aufgenommen“, erklärte der Konzern. „Wir beobachten die politische Entwicklung insbesondere in Bezug auf die Zukunft des Nuklearabkommens weiterhin genau“, hieß es in der Erklärung. „Die iranische Wirtschaft und damit die Automobilmärkte haben sich deutlich schwächer entwickelt als erwartet“, schrieb Daimler.