BMW: Gewinn bricht in Q2 wegen schwächelnder Verkäufe in China ein

MÜNCHEN. BMW verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang, nachdem chinesische Käufer ihre Einkäufe aufgrund einer bevorstehenden Zollsenkung vorerst aufgeschoben haben. Ein Anstieg der Rohstoffpreise hat das Ergebnis zusätzlich belastet.

Hauptsitz der BMW Welt und der BMW Group in München. Quelle: BMW Group

Im zweiten Quartal lag das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns bei 2,75 Millionen Euro, 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte BMW am Donnerstag in einer Erklärung mit. Trotzdem bestätigt die BMW Group ihre Ziele für das Gesamtjahr. Das Unternehmen plant für 2018 bei Auslieferungen und Umsatz im Automotive-Bereich leichte Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken zu erreichen. Zudem wird beim Konzernergebnis vor Steuern das Vorjahresniveau angestrebt. Die BMW Group erwartet im Automobilgeschäft unverändert eine EBIT-Marge im Zielkorridor von acht bis zehn Prozent.

Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr setzen allerdings voraus, dass sich die weltweiten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändern werden. Damit spielt BMW auf den Handelskrieg zwischen den USA und China an. Während China die Importzölle auf Autos aus anderen Nationen senkt, hat Peking Vergeltungszölle auf US-Autoimporte beschlossen. Dies betrifft auch die Lieferungen von SUV von BMW, die in Spartanburg, South Carolina, produziert werden. Am Sonntag sagte BMW, man würde die empfohlenen Verkaufspreise für die Modelle X5 und X6 in China um vier bis sieben Prozent erhöhen. Für das Modell X4, das ebenfalls in Spartanburg produziert und nach China importiert wird, gibt es keine Preiserhöhung. Es soll bald in China direkt produziert werden.