USA geben 113 Millionen US-Dollar für Projekte in Asien aus

WASHINGTON. Die USA haben 113 Millionen US-Dollar für Projekte in den Bereichen digitale Konnektivität, Energie und Infrastruktur in Asien vorgesehen. Damit will Washington den wachsenden Einfluss Chinas auf dem asiatischen Kontinent eindämmen.

US-Außenminister Michael Pompeo hielt am 30. Juli eine Rede vor der US-Handelskammer und hob die Freien und Offene Indo-Pazifischen Strategie hervor. Quelle: Außenministerium der Vereinigten Staaten

Wie US-Außenminister Michael Pompeo am 30. Juli vor der US-Handelskammer erläuterte, werden die USA in den kommenden Monaten die ersten Projekte in Angriff nehmen. Der Politiker nannte jedoch keine konkrete Zeitleiste für die Vorhaben. Sie sollen als Teil der sogenannten Freien und Offene Indo-Pazifischen Strategie (FOIPS) umgesetzt werden, deren Grundzüge US-Präsident Donald Trump erstmalig im November 2017 vorgestellt hat. Dieses Konzept ist eine Art Gegeninitiative zum chinesischen Seidenstraßen-Projekt, mit dem wiederum Peking seinen politischen und wirtschaftlichen Einfluss international vergrößern will.

Allerdings mahnten Volkwirte, so die BBC, dass die finanziellen Mittel, die Washington dafür bereitstellt, „vergleichsweise gering sind“. Gegenüber dem Billionen-Budget, das die BRI vorsieht, wirkt das amerikanische Programm in den Augen vieler Beobachter viel zu zaghaft.

Die USA wollen die FOIPS in einem Wirtschaftsraum umsetzen, der sich von der Westküste der USA bis nach Japan, dann südlich durch Südostasien bis nach Australien und wieder nach Westindien erstreckt.