BRICS-Gipfel geht zu Ende

JOHANNESBURG. Diese Woche fand in Südafrika das zehnte jährliche Treffen der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) statt. Welche Schlussfolgerungen haben die Staatschefs gezogen?

Die Teilnehmer des BRICS-Gipfels in Johannesburg, Südafrika, 2018. Quelle: Kremlin.ru

Zum Ende ihres Treffens veröffentlichten die Staatsoberhäupter der BRICS-Staaten die „Erklärung von Johannesburg“, die sich auf fairen Handel, nachhaltige Entwicklung und eine integrative Wirtschaft konzentriert, ebenso wie auf die Auswirkungen der neuen industriellen Revolution. Die Länder wollen demnach ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Industrialisierung, Innovation und Investitionen vertiefen. Weiterhin soll eine Antiterrorkoalition gegründet werden.

Der Handel zwischen den BRICS-Staaten nimmt zu, aber die Länder wollen ihn weiter verstärken. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte dazu: “Im Jahr 2017 ist der Handel mit den BRICS-Ländern um 30 Prozent gewachsen, und wir streben eine solche Partnerschaft an. Ich unterstütze den BRICS-Business-Council bei dem Abbau administrativer Barrieren.“ „Wir müssen das enorme Potenzial unserer wirtschaftlichen Zusammenarbeit freisetzen“, sagte Präsident Xi Jinping und fügte hinzu, dass engere Wirtschaftspartnerschaften für gemeinsamen Wohlstand oberste Priorität für die BRICS-Länder haben.

Der Gipfel der BRICS-Staaten fand erstmals im Juni 2009 in Jekaterinburg statt. BRIC wurde im Jahr darauf zu einer formellen Institution, die darauf abzielte, die globale politische und wirtschaftliche Transformation der vier Länder zu erleichtern. Südafrika trat 2011 offiziell bei.