PwC: Moskau in Top 5 bei medizinischer Versorgung

MOSKAU. Moskau hat die fünftbeste medizinische Versorgung unter 15 Mega-Cities. Nur Sydney, New York, Singapur und London liegen weiter vorn. Dies geht aus einem aktuellen Bericht von PricewaterhouseCoopers (PwC) zur Effizienz der Gesundheitsversorgung in Städten hervor.

Moskau hat die fünftbeste medizinische Versorgung unter 15 Mega-Cities. Nur Sydney, New York, Singapur und London liegen weiter vorn. Foto: iStock @ DarthArt

Von 50 der größten Städte der Welt wählten die Autoren 15 Megastädte aus. Auf Platz eins liegt die russische Hauptstadt bei der Verfügbarkeit von Hausärzten. Einen solchen Mediziner zu konsultieren, ist in Moskau am einfachsten. An zweiter Stelle liegt Moskau bei der Anzahl der Ärzte, nach New York und Sydney, und mit 41 Ärzten je 10.000 Einwohner. Bei der stationären Aufnahme und Dauer der Behandlung schneiden die Moskauer Kliniken jedoch nicht gut ab, vor allem wegen mangelnden Personals. Auch bei den Gehältern für Ärzte hinkt die Hauptstadt Russlands anderen Megastädten hinterher. Laut Angaben des Moskauer Gesundheitsministeriums verdient ein Hauptstadt-Arzt durchschnittlich 117.000 Rubel (rund 1.600 EUR), das sind 200 Prozent des Durchschnittslohns in der Stadt. In Shanghai erhält ein Arzt im Durchschnitt 436 Prozent des Durchschnittslohns, in Hongkong 369 Prozent, in New York 222 Prozent, in Singapur 209 Prozent. Bei den „nicht-medizinischen“ Faktoren für die Bewertung belegte Moskau insgesamt den sechsten Platz. Der Grund: Die Hauptstädter treiben zu wenig Sport und rauchen zu viel, schreibt PwC. Bei öffentlichen Parks und Grünflächen sowie bei sauberer Luft kann Moskau aber wieder punkten (Rang 2 bzw. 3). Trotz der guten Bewertung ist die Lebenserwartung der Einwohner von Moskau im Vergleich zu den anderen Megastädten niedrig. Bei den Krebserkrankungen liegt die Stadt auf Platz fünf, bei den Schlaganfällen ist sie ganz vorn. Dafür kämpft die Hauptstadt laut PwC am effektivsten gegen Herzinfarkte. Die Sterblichkeit infolge von Herzinfarkten ist die niedrigste in Europa, nicht zuletzt dank des Projekts „Infarkt Network“. Seitdem fahren die Notärzte die Patienten nicht ins nächstgelegene Krankenhaus, sondern in das, in dem ein freier Platz und die notwendige medizinische Ausrüstung bereitsteht. Ein ähnliches Schlaganfall-Netzwerk wurde vor einem Jahr ins Leben gerufen.

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