Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Embargo-Verstoß

HAMBURG. Die Hamburger Reederei Hansa Heavy Lift und die Heinz Corleis KG in Stade stehen im Verdacht, Titaneisenerz auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim geliefert zu haben. Dies berichtete der Deutschlandfunk am 6. Juli.

Das Mineral, auch Ilmenit genannt, wird für Farbanstriche in der Rüstungsindustrie verwendet. Foto: Modris Baum / Lizenz: Public Domain / Quelle: wikimedia

Ursprünglich sollten zwei deutsche Schiffe 35.000 Tonnen Titaneisenerz aus Norwegen in den Hafen Kawkaz an der Straße von Kertsch bringen. Das Mineral, auch Ilmenit genannt, wird für Farbanstriche in der Rüstungsindustrie verwendet. Die Sanktionen verbieten den Handel mit solchen Gütern auf der Halbinsel. Die Staatsanwaltschaft Hamburg prüft nun den Verdacht und hat Ermittlungen wegen möglicher Embargo-Verstöße gegen beide Reedereien eingeleitet. Die Reedereien bestätigten im Deutschlandfunk ausgeführte Titaneisenerz-Lieferaufträge an den Hafen Kawkaz. „Wenn wir eine Ladung buchen, egal wo die hingeht, machen wir vorher einen sogenannten Embargo-Check. Das heißt, wir schauen uns unsere Kunden an. Wir schauen uns an, welche Ladung bei uns an Bord geht. Und das haben wir natürlich auch hier gemacht. Das Ilmenit unterliegt zumindest bezüglich Russland keinen Restriktionen. Wir sind nicht auf die Krim gefahren, und wir wussten auch nicht, dass der Endnutzer auf der Krim ist“, sagte Hans-Jörg Simon von der Hansa Heavy Lift.

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