Neue Bewegung für deutsche Geschäfte im Iran

STRASSBURG. In die Auseinandersetzung um die Geschäfte deutscher Unternehmen im Iran kommt neue Bewegung: So hat das Europäische Parlament am 4. Juli der Europäischen Investitionsbank (EIB) gestattet, sich in dem Land im Nahen Osten zu engagieren. Das berichtet Reuters.

Das Europäische Parlament hat der Europäische Investitionsbank den Rücken gestärkt für Aktivitäten im Iran. Foto: iStock © mazzo1982

„Wir genehmigen der EIB, im Iran zu investieren, wenn sie geeignete Projekte finden sollte“, zitiert die Nachrichtenagentur Siegfried Muresan, einen Abgeordneten der rechten Europäischen Volkspartei (EVP). „Das Geschäft mit dem Iran ist grundsätzlich für die Sicherheit Europas gut“, erklärte der Politiker. Damit versucht die EU, der EIB politisch den Rücken stärken. Die Investmentbank hatte Anfang Juni auf Druck der USA ihre Pläne zurückgezogen, deutsche Unternehmen im Iran zu unterstützen. Die USA versuchen derzeit das Land im Nahen Osten zu isolieren, nachdem sie Anfang Mai aus dem Atomabkommen ausgestiegen waren. Die EIB hatten sich dem Druck von US-Präsident Donald Trump gebeugt, weil die USA ein wichtiger Markt für das Finanzinstitut sind.