Grafik der Woche: Außenhandel weiter nicht auf Niveau vor Sanktionen

Quelle: Föderaler Zolldienst der Russischen Föderation / eigene Darstellung

Der Handel mit Russland hat das Volumen vor der Einführung der Sanktionen 2014 noch nicht erreicht. Der Außenhandel Russlands mit den zehn größten EU-Partnern war in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Schnitt um 19 Prozent geringer als im Zeitraum Januar bis April 2013. Auch der Handel mit den USA unterschritt laut russischem Zolldienst im ersten Quartal das Niveau desselben Zeitraums im Jahr 2013 um 13 Prozent. Der deutsche Außenhandel liegt im Berichtszeitraum noch rund 14 Prozent unter dem Stand von 2013. Die Weltbank hatte in ihrem Mai-Bericht auf den negativen Einfluss der Sanktionen für die russische Wirtschaft hingewiesen und die Wachstumsprognose für 2018 von 1,7 auf 1,5 Prozent revidiert.

Dennoch erholt sich der Außenhandel mit Russland. Deutschland ist laut russischem Zolldienst mittlerweile zum größten Handelspartner Russlands innerhalb der EU aufgestiegen. Das Handelsvolumen Russlands mit der Bundesrepublik wuchs in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 23,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem ist der Handel mit den zehn größten Partnern aus der EU im Schnitt um 25 Prozent gestiegen. Trotz Sanktionen hat von Januar bis April 2018 auch der Außenhandel mit den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent zugenommen.