China hebt Beschränkungen für Investoren auf

Das Reich der Mitte lässt den Ausländern immer freiere Hand. Hier ein Blick auf die Skyline von Peking. Foto: iStock © Wenjie Dong

PEKING. China öffnet seinen Markt weiter für ausländische Unternehmen.

Die Regierung hat in der vergangenen Woche die sogenannte Negativliste für Ausländer bedeutend verkürzt. Die Zahl der Beschränkungen, die für Firmen aus anderen Staaten gelten, wurde um 15 auf 48 verringert.

Beispielsweise dürfen ausländische Unternehmen künftig eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an Joint-Ventures halten, die unterschiedliche Finanzdienstleistungen wie den Wertpapierhandel anbieten. Ab dem Jahr 2021 werden sogar alle Beschränkungen aufgehoben, die für Ausländer im Finanzsektor gelten. Darüber hinaus werden in der Automobilindustrie noch im laufenden Jahr die Eigentumsbeschränkungen für ausländische Hersteller von Neufahrzeugen aufgehoben. Zusätzlich lockert China die Obergrenzen in anderen Branchen oder schafft sie sogar vollständig ab. Dazu gehören der Vertrieb von Strom, das Transportwesen und der Schiffbau.

Die Sektoren, bei denen der chinesische Staat die Kontrolle behält, sind die Medien, das Internet, der Markt für Rechtsanwälte, die Nuklearindustrie sowie der Tabakanbau.

Hintergrund: Eine Negativliste definiert Bereiche, in denen Ausländern unternehmerische Aktivitäten verboten sind. Sie ist ein Indikator für die Offenheit eines Landes gegenüber ausländischen Investitionen. Je weniger Posten sich in ihrer Aufstellung befinden, desto offener ist das Gastland gegenüber ausländischen Investitionen.