Handelskonflikte zwischen USA und China: Daimler senkt Prognose

STUTTGART. Der Mercedes-Benz-Hersteller erwartet, dass der Handelsstreit den Autoverkauf belastet.

Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI): SUV-Montage im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa in Alabama. Foto: Daimler AG

Daimler hat als erstes Großunternehmen eine Gewinnwarnung herausgegeben, nachdem es vom eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China getroffen wurde. Der deutsche Autobauer sagte am Mittwoch, er erwarte in diesem Jahr Gewinne „leicht unter dem Vorjahresniveau“. An der Frankfurter Börse kam das am Folgetag gar nicht gut an. Die Daimler-Aktie fiel am Donnerstag um 3,3 Prozent.

Der Konzern leidet unter dem Handelskonflikts zwischen den USA und China: Peking kündigte letzte Woche Einfuhrzölle in Höhe von 25 Prozent und im Wert von 50 Milliarden US-Dollar an, darunter Autos. Sie sollen am 6. Juli in Kraft treten. US-Präsident Trump hatte zuvor eine ähnliche Maßnahme angekündigt und drohte, weitere Zölle im Wert von 200 Milliarden Dollar auf chinesische Waren an.

Daimler baut in den USA SUV der Marke Mercedes und beliefert von dort aus auch China, der größte Absatzmarkt für den süddeutschen Autobauer. „Bei Mercedes-Benz Cars ist aus heutiger Sicht aufgrund der erhöhten Einfuhrtarife für US-Fahrzeuge in den chinesischen Markt von geringeren SUV-Absätzen sowie höheren – nicht vollständig an die Kunden weiterzugebenden – Kosten auszugehen“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung von Daimler.

BMW, das ebenfalls große Fabriken in den USA hat, wird wahrscheinlich ebenfalls von dem Handelskrieg betroffen sein. Die ist bereits um 2,7 Prozent gefallen, Volkswagen um 1,3 Prozent.