Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum für freien Handel

VÖLKLINGEN. Beim Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum plädierten Unternehmer und Politiker aus Deutschland und Russland für einen freien Handel.

„Wir brauchen einen fairen Wettbewerb und fairen Handel, keinen Protektionismus“. Foto: „Anke Rehlinger (SPD) beim Wahlabend zur Landtagswahl im Saarland“, Sandro Halank, Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA 3.0 / Quelle: Wikimedia Commons

„Wir brauchen einen fairen Wettbewerb und fairen Handel, keinen Protektionismus“, sagte die Saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger beim Forum, das vom 14. bis 15. Juni in Völklingen stattfand, wie die Saarländische Zeitung berichtete. Deutschland importiert laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft nahezu 100 Prozent seines Metall- und Eisenerzbedarfes aus Russland. „Russland ist Deutschlands größter Rohstofflieferant und spielt auch für die Versorgung der beiden großen saarländischen Stahlunternehmen eine zunehmend wichtige Rolle“, erklärte Dr. Michael Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der SHS – Stahl-Holding-Saar, zu der die Dillinger Hütten sowie der Draht- und Stabproduzent Saarstahl gehören. Der Konzern bezieht Eisenerz und Stahl aus Russland. Die Dillinger Hütte hat vor Kurzem einen Lieferauftrag für die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG ausgeführt. Der technische Leiter des Ostsee-Pipeline-Projekts Sergej Serdjukow lobte die „gute Zusammenarbeit mit den Deutschen“. Das Stahlunternehmen hat Grobblech für den Bau der Pipeline Nord Stream 2 geliefert. Die saarländischen Stahlunternehmen sind von den am 31. Mai in Kraft getretenen Strafzöllen der USA betroffen. Nicht in die USA gelieferte Waren führen laut der Dillinger Hütte zu einem Überangebot in der EU, was den Preis für Stahl sinken lässt.

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