Prognose für russische Getreideernte nach unten geschraubt

MOSKAU. Das Institut für Agrarmarktstudien (IKAR) hat seine Prognose zur Getreideernte für 2018 zum zweiten Mal innerhalb eines Monats nach unten korrigiert. IKAR-Generaldirektor Dmitrij Rylko rechnet mit 114 Millionen Tonnen Getreide statt 117 Millionen, davon sollen 71 Millionen auf Weizen entfallen (zuvor 73,5 Mio.).

Das Institut für Agrarmarktstudien hat seine Prognose zur Getreideernte in Russland für 2018 zum zweiten Mal innerhalb eines Monats nach unten korrigiert. Foto: iStock © SergeyVButorin

Auch das analytische Zentrum „Sovecon“ rechnet mit einer geringeren Ernte – 119,6 Millionen Tonnen statt 124,2 Millionen. Bei der Weizenernte erwartet das Zentrum 73,1 Millionen statt 77 Millionen Tonnen. Die russischen Schätzungen bestätigt auch der Analyse-Service des Landwirtschaftsministeriums der USA. Das US Department of Agriculture (USDA) hat seine Vorhersage zur Weizenernte um fünf Prozent auf 68,5 Millionen Tonnen gesenkt. Einer der Gründe für die Revision der Prognosen ist laut IKAR das Wetter im Süden Russlands. Demnach habe eine Trockenperiode die Hälfte der Ernte in den Oblasten Rostow und Wolgograd sowie in der Region Stawropol verringert, teilweise sei auch die Region Krasnodar betroffen. Dies sei laut Sovecon jedoch kein Grund zur Sorge. Im Allgemeinen sei die Versorgung des Bodens mit Feuchtigkeit durchschnittlich. Als Hauptgrund für die geringere Vorhersage nennt Sovecon die Kälte in Sibirien und im Ural, wegen der Landwirte den optimalen Zeitpunkt für die Aussaat verpasst hätten. Im Landwirtschaftsjahr 2017/18 exportierte Russland bisher 49,7 Millionen Tonnen Getreide – 1,5-mal mehr als in der vergangenen Saison. In der Folgesaison, die am 1. Juli beginnt, rechnet der Föderale Zolldienst mit einer Getreideausfuhr von 46 bis 49 Millionen Tonnen.

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