Sberbank-Chef Gref will Bankensektor privatisieren

MOSKAU. Die russische Regierung könnte den Bankensektor privatisieren und damit eine neue Geldquelle finden. Dies hatte der Chef der russischen Sberbank German Gref als Alternative zu einer Steuererhöhung vorgeschlagen, die derzeit innerhalb der Regierung diskutiert wird, wie Wedomosti am 11. Juni berichtete.

Laut Gref brauche die Sberbank den staatlichen Kontrollanteil nicht. Foto: kremlin.ru

Russland braucht für die kommenden sechs Jahre rund 25 Billionen Rubel, um die von Präsident Putin verordnete Strategie zur Wirtschaftsentwicklung bis 2024 umzusetzen. Davon fehlen rund acht Billionen Rubel. Laut Gref brauche die Sberbank den staatlichen Kontrollanteil nicht. Er lehnt auch den Vorschlag der Föderalen Antimonopolbehörde (FAS) ab, Banken im Staatsbesitz den Kauf neuer Aktiva zu verbieten. Bereits 2015 hatte der Sberbank-Chef für eine Privatisierung geworben. Damals bezeichnete Putin diese Idee als „verfrüht“.

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