US-Sanktionen: Deripaska zieht sich von Rusal zurück

MOSKAU. Der Chef des Aluminiumkonzerns Rusal zieht sich angesichts drohender US-Sanktionen zurück. Oleg Deripaska gebe seinen Posten als nicht-exekutiver Direktor auf, teilte das Unternehmen am 25. Mai mit.

Rusal gehört zu den größten Aluminiumherstellern außerhalb Chinas. Foto: iStock © SafakOguz

Um das Unternehmen zu retten, will er zudem seine Beteiligung an Rusal unter 50 Prozent senken. Einen Tag zuvor hatten sich Vorstandsvorsitzende Alexandra Buriko sowie 14 weitere Aufsichtsratsmitglieder von der Führungsspitze des Konzerns zurückgezogen. Dies seien laut Rusal Maßnahmen, die das Management zum Schutz des Unternehmens und seiner Anteilseignern ergriffen habe. Zudem habe Rusal nach Angaben von Reuters Aluminiumlieferungen an einige Kunden wieder aufgenommen. Die US-Regierung hatte Anfang April Sanktionen gegen zwölf russische Oligarchen, Regierungsvertreter und Firmen verhängt. Damit reagierte die US-Regierung auf den Giftanschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien. Die Sanktionen verbieten den betroffenen Unternehmen, ab dem 23. Oktober Geschäfte mit den USA oder mit US-Bürgern zu machen. Davon am stärksten betroffen ist der Besitzer des Aluminiumkonzerns Rusal und der Holdinggesellschaft En+, Oleg Deripaska. Das US-Finanzministerium hatte angeboten, die Sanktionen gegen Rusal und En+ aufzuheben, wenn Deripaska die Kontrolle über die Holding abgibt. Rusal gehört zu den größten Aluminiumproduzenten außerhalb Chinas.