Lebensmittelaufsicht stoppt Lieferungen zweier belarussischer Milchproduzenten

MOSKAU. Die russische Lebensmittelaufsicht Rosselchosnadsor verbietet vorerst Lieferungen der belarussischen Milchproduzenten Pruschanskij Molotschnij Kombinat und Poket-Pak. Das Einfuhrverbot für Milchprodukte beider Firmen nach Russland gilt laut Behörde ab dem 31. Mai.

Die russische Lebensmittelaufsicht Rosselchosnadsor verbietet vorerst Lieferungen zweier belarussischen Milchproduzenten. Foto: iStock © FangXiaNuo

Im Käse aus der Produktion des Pruschanskij Molotschnij Kombinats sowie in Milchpulverlieferungen für die russische Lebensmittelindustrie von Poket-Pak hatte die Aufsichtsbehörde die Substanz Natymcin gefunden. Sie wird als Arzneimittel gegen Pilzinfektionen und als Konservierungsmittel für die Rinde bei Hartkäse verwendet. Zuletzt sollte im März ein Einfuhrverbot für Milch, Sahne und Trockenmilchprodukte aus Belarus in Kraft treten. Belarus ist laut dem russischen Verband der Milchproduzenten, Sojuzmoloko, Hauptlieferant von Milcherzeugnissen. 92 Prozent der pasteurisierten Milch und Sahne sowie 82 Prozent der nach Russland importierten Trockenmilchprodukte kommen aus Belarus.