Macron und Merkel im Dialog mit Putin

ST. PETERSBURG/PARIS. Nach dem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Sotschi empfing der russische Präsident Wladimir Putin am 24. Mai den Präsidenten Frankreichs, Emmanuel Macron, in St. Petersburg.

Putin hatte Emmanuel Macron bereits 2017 in Versailles getroffen. Foto © Kremlin.ru

Für Macron war es der erste Staatsbesuch in Russland. Merkel und Macron hatten sich vorgenommen, mit Putin „die Gemeinsamkeiten angesichts der internationalen Krisen herauszuarbeiten“, wie der Elysée-Palast mitteilte. Dies galt zum Beispiel für das Thema Syrien-Krieg. Nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Giftgasanschlages ordnete Macron gemeinsam mit den USA und Großbritannien Luftangriffe auf mögliche Standorte der syrischen Chemiewaffenproduktion an. Putin unterstützt dagegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Bei den Verhandlungen um eine Lösung im Ukraine-Konflikt hatte Merkel bereits einen Kompromiss erreicht. Putin schloss nach dem Start von Nord Stream 2 nicht aus, Erdgaslieferungen nach Europa über die Ukraine zu leiten. Russland werde die Gaslieferungen fortsetzen, solange sie „wirtschaftlich gerechtfertigt sind“, sagte er. Macron war außerdem neben dem japanischen Premierminister Shinzō Abe Ehrengast des 22. Internationalen Wirtschaftsforums, das vom 24. bis 25. Mai in St. Petersburg stattfindet.

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