Putin und Merkel sprechen über Gastransite über die Ukraine

SOTSCHI. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin haben sich für das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 ausgesprochen.

Angela Merkel traf Präsident Wladimir Putin in Sotschi. Foto © kremlin.ru

Beim Treffen mit Merkel in Sotschi am 18. Mai schloss der russische Präsident nach dem Start von Nord Stream 2  Erdgaslieferungen über die Ukraine nach Europa nicht aus. Russland werde die Gaslieferungen fortsetzen, solange sie „wirtschaftlich gerechtfertigt sind“, sagte er. Am 15. Mai begann der seeseitige Bau der Pipeline. Mit der Ostsee-Pipeline kann Russland direkt Gas nach Westeuropa liefern. Die Regierung in Kiew befürchtet, dass damit der Gastransit durch die Ukraine stark zurückgeht. Das Land ist auf die Durchleitungsabgaben für den Gastransit angewiesen. Merkel sagte, dass die Ukraine Garantien erhalten müsse, damit Gaslieferungen durch ihr Land weitergeführt würden. Am 15. Mai war Wirtschaftsminister Peter Altmaier bereits zu Gesprächen über die Gastransite nach Moskau gereist. Nach Angaben von Gazprom sollen Erdgaslieferungen über die Nord-Route im Vergleich zur Route über die Ukraine um ein Drittel günstiger sein.

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