Seeseitiger Baubeginn an Nord Stream 2

LUBMIN. Vor der deutschen Ostseeküste haben die Bauarbeiten für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 begonnen. Fünf Baggerschiffe hoben am Meeresgrund im Greifswalder Bodden den Graben für ein Doppelrohr aus, teilte die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG mit.

Die Rohre für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 liegen im Hafen Mukran auf Rügen. Foto: © Nord Stream 2 Axel Schmidt

Im flachen Küstengewässer dürfe die Gasleistung nicht über dem Meeresboden verlegt werden, hieß es. Die Pipeline soll auf einer Länge von 1.230 Kilometern von Russland nach Deutschland führen. Alle laufenden Arbeiten wurden nach dem am 31. Januar erteilten Planungsfeststellungsbeschluss erlaubt. Es stehen noch Genehmigungen von Dänemark, Schweden und Russland aus. In Russland hatte die Abteilung für staatliche Expertise (MSE) im russischen Ministerium für Bauwesen, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft Gutachten des Pipeline-Projektes geprüft und am 15. Mai für positiv befunden. Dies sei ein weiterer Schritt im russischen Planungsfestellungsverfahren. Die russische Genehmigung müssen das Ministerium für Bauwesen, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft und die russische Umweltaufsichtsbehörde Posprirodnadsor erteilen. Anfang Mai hatten in Lubmin bei Greifswald zudem landseitige Tiefbauarbeiten begonnen. Dabei handelte es sich um Fundamentarbeiten für die Anlandestation und das Betriebsgebäude der Ostsee-Pipeline. Umweltverbände sowie mehrere osteuropäische Regierungen und die USA kritisieren das neun Milliarden Euro teure Pipeline-Projekt.

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