Putin eröffnet umstrittene Krim-Brücke

MOSKAU/BRÜSSEL. Präsident Wladimir Putin hat die Brücke über die Meerenge Kertsch zwischen dem Schwarzen und Asowschen Meer für den Autoverkehr eröffnet. Dafür fuhr er in einem orangefarbenen Transporter über das 19 Kilometer lange Bauwerk, wie die Zeitung Wedomosti berichtete.

Die Eröffnung der neuen Krim-Brücke wird von der EU kritisiert. Foto: kremlin.ru

Die Brücke verbindet die südrussische Halbinsel Taman mit der im Jahr 2014 durch Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Ihr Bau hat nach offiziellen Angaben bisher 223 Milliarden Rubel (3 Mio. EUR) gekostet. Projektbeauftragter ist die Stroygazmontazh-Gruppe, deren Eigentümer der Putin-Vertraute Arkadi Rotenberg ist. Der Lkw-Verkehr über die neue Verbindung soll im Herbst starten. Auch befindet sich noch die Eisenbahnbrücke im Bau. Sie soll zum Ende des Jahres fertig sein. In Brüssel wird die neue Verbindung auf die Krim kritisch gesehen. Die Brücke ziele auf eine erzwungene Integration der illegal annektierten Halbinsel Krim mit Russland ab und isoliere die Ukraine, sagte die Sprecherin der Europäischen Kommission Maja Kocijancic. „Die Brücke schränkt die Durchfahrt von Schiffen im Asowschen Meer zu ukrainischen Häfen ein.“ Bisher war die Krim von Russland aus nur per Fähre oder per Flugzeug erreichbar.

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