Deutsche Wirtschaft fordert Schutz des Iran-Geschäftes

Photo: U.S. Air National Guard / Quelle: wikimedia

BERLIN. Die Aufkündigung des Atomabkommens mit Iran durch den US-Präsidenten Donald Trump beunruhigt deutsche Unternehmer. „Das Wiederaufleben der amerikanischen Sanktionen führt zu enormer Verunsicherung bei der deutschen Wirtschaft“, sagte Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) am 8. Mai. Viele US-Sanktionen träfen deutsche Unternehmen auch dann, wenn die EU ihrerseits auf Strafmaßnahmen gegen Iran verzichtete. Die Bundesregierung und die EU seien nun gefragt, das europäische Iran-Geschäft zu schützen und verlorenes Vertrauen wieder herzustellen, sagte Treier. Trump hatte am 8. Mai angekündigt, US-Sanktionen gegen Iran wieder in Kraft zu setzen. Seiner Ansicht nach habe Iran nach Abschluss des Abkommens im Jahr 2015 die Entwicklung von Raketen mit nuklearen Sprengköpfen fortgesetzt. Daraufhin forderte der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, deutsche Unternehmen auf, ihre Aktivitäten im Iran herunterzufahren. Seit 2015 war der deutsch-iranische Handel laut DIHK um 42 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gewachsen. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA stiegen die deutschen Maschinenexporte in das Land um 21 Prozent auf 901 Millionen Euro.