Putin unterzeichnet Mai-Erlass

MOSKAU. Putin weist die neue Regierung an, bis 2024 das Armutsniveau im Land zu senken. Die durchschnittliche Lebenserwartung der russischen Bevölkerung soll in dieser Zeit von 70 auf 78 Jahre und bis 2030 auf 80 Jahre steigen. Ebenso soll die neue Regierung die Wohnungssituation für wenigstens fünf Millionen Familien im Land verbessern. Dies geht aus dem Mai-Erlass hervor, den Putin am 7. Mai nach seiner Einführung in eine vierte Amtszeit unterzeichnet hatte.

Putin hat der Regierung neue Aufträge erteilt. Foto: © kremlin.ru

Bis 2024 soll Russland außerdem zu den fünf größten Volkswirtschaften aufsteigen. Damit hält Putin am bisherigen Ziel für die Entwicklung der russischen Wirtschaft fest. Um es zu erreichen, soll die Wirtschaft in den kommenden sechs Jahren wenigstens um fünf Prozent wachsen. Dafür sei es nötig, ein Exportvolumen von 250 Milliarden US-Dollar pro Jahr mit Waren und Produkten außerhalb des Rohstoffsektors zu erwirtschaften, heißt es in dem Erlass. Die Weltbank rechnet für dieses Jahr bis 2020 mit einem Wachstum der russischen Wirtschaft von 1,7 bis 1,8 Prozent. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds war Russland im vergangenen Jahr die zwölftgrößte Wirtschaft der Welt und hat damit im Vergleich zu 2010 zwei Plätze eingebüßt. Putin hatte bereits gleich nach seiner Amtseinführung am 7. Mai 2012 Regierungsaufträge erteilt, die als Mai-Erlasse bekannt wurden.

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