EAWU will einheitlichen Arbeitsmarkt schaffen

MOSKAU. Die Eurasische Wirtschaftskommission hat eine Initiative zur Schaffung eines einheitlichen Arbeitsmarktes gestartet.

Die Eurasische Wirtschaftskommission legt Russland nahe den Status von Arbeitnehmern aus den EAWU-Staaten neu zu regulieren. Foto: © jack-sooksan

Konkret soll die russische Regierung den Status von Arbeitsmigranten aus den Mitgliedstaaten, die sich in Russland aufhalten, neu regulieren, wie die Zeitung Kapital am 2. Mai berichtete. Quoten und andere nationale Regelungen der Mitgliedstaaten verhinderten die Entwicklung eines gemeinsamen Arbeitsmarktes, sagte Timur Zhaksylykov, stellvertretender Wirtschaftsminister der Republik Kasachstan. Es gebe in diesem Zusammenhang eine Reihe ungeklärter Fragen, an der die Kommission gerade arbeite.

Ein Problem für ausländische Arbeitnehmer aus der EAWU in Russland ist beispielsweise die Aufenthaltserlaubnis. Sie erlischt laut Zhaksylykov unabhängig von der Dauer des Arbeitsvertrages mit der ersten Ausreise aus Russland und muss anschließend erneuert werden.

Auch müsse Russland seine Einreisevorschriften ändern. „Arbeitsmigranten, die noch ohne feste Anstellung in Russland einreisen, müssen sich als „arbeitssuchend“ registrieren lassen. Wer eine Arbeit gefunden hat, muss dann ausreisen, damit auf der Migrationskarte der richtige Einreisegrund vermerkt ist. Hier sollte sich Russland ein Beispiel an Kasachstan nehmen, wo eine Ausreise mit dem Zweck, den Einreisestatus zu ändern, nicht nötig ist“, sagte Zhaksylykov. Weitere Themen, mit denen sich die Kommission befasst sind Fragen zum Arbeitsschutz und Rechtsschutz von Arbeitnehmern.