Telegram-Sperrung: Der Wirtschaft drohen Verluste in Milliarden-Höhe

MOSKAU. Durch die Sperrung des russischen Mitteilungsdienstes Telegram wird die russische Wirtschaft möglicherweise bis zum Ende dieses Jahres eine Milliarde US-Dollar verlieren.

Die Sperrung des russischen Mitteilungsdienstes Telegram schadet der russischen Wirtschaft. Foto: iStock © straannick

Davor warnte der Direktor des Cloud-Dienst-Anbieters Flexbby, Andrej Prokowjew, in einem Brief an den Internet-Ombudsmann Dmitrij Marinitschjew, wie die Zeitung Kommersant am 2. Mai berichtete. Seit Anfang April blockierte die Medienaufsicht Roskomnadsor Server, die vom Messenger-Dienst Telegram genutzt werden. Seitdem klagen Unternehmer über Störungen beim Zugang zu ihren Angeboten im Internet. Davon sind unter anderem Onlinehändler, Banken oder andere IT-Dienstleister betroffen. Die Aufsichtsbehörde hat Telegram blockiert, weil sich deren Betreiber Pawel Durow geweigert hatte, die Verschlüsselungstechnologien des Dienstes preiszugeben. Nach Angaben der russischen Behörden nutzen Kriminelle und Terroristen den Mitteilungsdienst. Nachrichten, die via Telegram verschickt werden, können im Gegensatz zu vergleichbaren Mitteilungsdiensten, nicht vom Server aus mitgelesen werden.