Hamburger Logistikwirtschaft sucht russische Partner

HAMBURG. Die Hamburger Logistikwirtschaft will ihre Position auf der Neuen Seidenstraße ausbauen und sucht nach Kooperationen mit Russland.

Der Hamburger Hafen soll eine Doppelfunktion als Seehafen und Bahnknotenpunkt einnehmen. Quelle: © HHM / Peter Glaubitt

Dafür waren Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), der Hamburg Port Authority (HPA), von Hamburg Invest, dem Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft und von Hafen Hamburg Marketing (HHM) nach Moskau und St. Petersburg gereist. „Es ergaben sich Anknüpfungspunkte, die wir im Nachgang der Reise für die Aufnahme in neue Kooperationsprojekte prüfen werden“, sagte Natalija Kapkajewa, Leiterin der Repräsentanz von Hafen Hamburg Marketing in St. Petersburg. Der Hamburger Hafen soll eine Doppelfunktion als Seehafen und Bahnknotenpunkt übernehmen. „Die Wege des Welthandels, speziell zwischen Europa und China, werden neu vermessen und definiert. Es wird dabei auch um Kurzstreckenverkehre durch die Ostsee nach Russland gehen, um Bahntransporte aus China auf der letzten Etappe, unter Umständen per Schiff, ans Ziel zu bringen“, sagte Hamburger Staatsrat Torsten Sevecke. In der russischen Hauptstadt hat die Delegation an der Messe „TransRussia“ teilgenommen. Außerdem trafen sich die Delegationsreisenden in Moskau mit Alexej Gron, dem Aufsichtsratschef des russischen Eisenbahnunternehmens UTLC, mit dem CEO des Transportunternehmens Transcontainer, Pjotr Baskakow, sowie mit dem Generaldirekor des russischen Logistikers EUROSIB. In St. Petersburg führte sie die Reise zu einer Besichtigung des Tiefseehafens Bronka, der seit 2015 in Betrieb ist.