Türkei und Russland betonen Freundschaft

ANKARA / MOSKAU. Die Türkei will den Handel mit Russland vertiefen. Das gemeinsame Handelsvolumen soll auf 100 Milliarden US-Dollar ansteigen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan nach seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin am 3. April. Im vergangenen Jahr nahm der Außenhandel beider Länder um 32 Prozent auf 22 Milliarden US-Dollar zu.

Präsident Wladimir Putin und sein Amtskollege Recep Tayyip Erdogan trafen sich in Ankara. Foto: www.kremlin.ru

Erdogan nannte seinen Amtskollegen Putin einen „werten Freund“ und betonte die Nähe Ankaras zu Russland. Putin war am 3. April für zwei Tage zu Gesprächen, unter anderem über den Syrien-Konflikt, in die türkische Hauptstadt gereist. Vor seinen Treffen verfolgte er gemeinsam mit Erdogan per Videoübertragung den Baustart des ersten türkischen Atomkraftwerkes Akkuyu in Mersin, an dessen Errichtung der russische Konzern Rosatom beteiligt ist. Erdogan würdigte das russisch-türkische Projekt als „historischen“ Moment der bilateralen Beziehungen beider Länder. Putin verwies darauf, dass Russland mit dem AKW eine neue Branche gründet: „Heute wohnen wir nicht nur dem Bau des ersten türkischen Atomkraftwerkes bei, sondern schaffen auch die Grundlage für die Atomindustrie in der Türkei“. Die Baukosten des AKW werden auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt.

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