Linde bezieht Helium von Gazprom

MÜNCHEN/MOSKAU. Die Linde Group und Gazprom haben einen Liefervertrag für Helium abgeschlossen.

Das Gasverarbeitungswerk Amur soll 2021 in Betrieb genommen werden. Foto: Kremlin.ru

Linde wird das Gas von der Amur-Heliumanlage in der Stadt Swobodnij bei Blagoweschtschensk beziehen, wie der Münchner Industriekonzern am 13. März mitteilte. Die Heliumanalage ist Teil des Gasverarbeitungswerkes Amur, einem Betrieb zur Aufbereitung von Erdgas zu Flüssiggas, für den Linde der Lizenzgeber ist. Die Anlage wird für das Gasprojekt „Power of Siberia“ gebaut. Dabei handelt sich um eine sich ebenfalls im Bau befindliche Pipeline, mit der Gazprom aufbereitetes Erdgas und Helium vom Feld Tschajadinskoje in Jakutien nach China und über Charabowsk nach Wladiwostok transportieren will. Helium wird zum Beispiel bei der Herstellung und beim Betrieb von medizinischen Geräten für bildgebende Verfahren (MRT) sowie bei der Fertigung von Halbleitern, LCD-Bildschirmen und Glasfaserkabeln eingesetzt.