Welthandel und Asiens Importe ziehen 2017 kräftig an

Weltweit stiegen im Jahr 2017 nach zwei Jahren des Rückgangs die Wareneinfuhren auf US-Dollar-Basis. In Asien-Pazifik fiel der Zuwachs mit rund 15 Prozent noch höher aus. Neben höheren Rohstoffpreisen spielte vor allem die weiter gute Konjunktur in Asien eine wichtige Rolle. Der Importwert von 2014 wurde allerdings noch nicht wieder erreicht.

Asien dürfte nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den fünf Jahren bis 2022 knapp die Hälfte der absoluten Zunahme der weltweiten nominalen Wirtschaftsleistung stellen. Foto: iStock © southtownboy

Der Welthandel wächst wieder. Dies zeigen vorläufige Daten der World Trade Organization (WTO) für die wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. 2018 zogen die Importe weltweit zweistellig an. Besonders hoch lag der Zuwachs in Asien-Pazifik mit einem Plus von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb der Region fiel die Zunahme insbesondere in Indien (+23,5%), Vietnam (+21,6%), Südkorea (+17,8%), Australien (+16,9%) und China (+15,9%) noch höher aus. Die ASEAN-Länder verzeichneten zusammen im Schnitt eine Zunahme um rund 15 Prozent.

Größere Länder mit besonders hohen Zuwächsen bei den Wareneinfuhren im Jahr 2017 in anderen Regionen waren Russland (+24,1%), die Türkei (+17,7%) und Argentinien (+19,7%). Die deutschen Einfuhren stiegen nach den WTO-Daten um 10,6 Prozent.

Dienstleistungsimporte ziehen ebenfalls an

Die Importe von Dienstleistungen dürften – wenn man die Daten der WTO hochrechnet – ebenfalls zugelegt haben, und zwar weltweit um etwas mehr als vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier stiegen die Einfuhren in China mit einem Plus von drei Prozent auf 464 Milliarden US-Dollar und in Japan auf 189 Milliarden US-Dollar (+3,5%) langsamer. Dagegen verzeichnete Australien ein Plus von 8,6 Prozent auf 68 Milliarden US-Dollar und Südkorea eine Zunahme um 8,1 Prozent auf 120 Milliarden US-Dollar.

Asien als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft

Der Ausblick für die kommenden Jahre ist gut. Zum einen dürfte die Region nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den fünf Jahren bis 2022 knapp die Hälfte der absoluten Zunahme der weltweiten nominalen Wirtschaftsleistung stellen. 2018 werden die Wirtschaftsleistung, die Investitionen und die Einfuhren der Länder der Region weiter steigen, wenn auch in der Regel langsamer als 2017, so der Tenor der Prognosen der Auslandsmitarbeiter von Germany Trade & Invest in der Region.

Quelle: Germany Trade and Invest / Frank Robaschik

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