OECD: Russlands Wirtschaft wächst zu langsam

MOSKAU/PARIS. Russlands Bevölkerung wird künftig nicht mehr als heute verdienen. Innerhalb der kommenden zwölf Jahre wächst das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen mit 0,7 Prozent kaum.

Die OECD prognostiziert für Russland ein langsames Wirtschaftswachstum. Foto: iStock © Mordolff

Es wird damit unter dem Durchschnitt der OECD-Mitgliedsländer liegen. Dies prognostiziert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das Wachstum sei zudem durch die künftige demografische Lage gehemmt. Der Anteil der erwerbstätigen Menschen verringere sich. Dadurch wachse die Produktivität bis 2030 nur um 0,5 Prozent. Dagegen hat Präsident Wladimir Putin in seiner „Rede an die Nation“ am 1. März versprochen, das Pro-Kopf-Einkommen bis 2025 um 50 Prozent zu erhöhen. Nach der OECD-Prognose ist bis 2060 eine Steigerung des BIP pro Kopf von 20 bis 40 Prozent nur dann realistisch, wenn Russland Reformen umsetzt: Die Regierung sollte Korruption bekämpfen, Strafverfolgung, Justiz und den öffentlichen Dienst verbessern sowie die Bürger aktiv an Politik beteiligen.

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