Nord Stream 2: NABU klagt gegen Baugenehmigung

GREIFSWALD. Der Umweltverband NABU will den für Mai angekündigten Bau der Pipeline Nord Stream 2 stoppen.

Der Umweltverband NABU will den Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 verhindern.
Der Umweltverband NABU will den Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 verhindern. Foto: iStock © kodda

Per Eilverfahren hat der Verband am 2. März vor dem Oberverwaltungsgericht Greifswald eine Klage gegen die Baugenehmigung des Bergamtes Stralsund eingereicht. NABU kritisiert darin Verfahrensfehler: „Monitoringdaten wurden vorenthalten, die Methodik der Datenerhebung ist intransparent, Umweltverträglichkeitsprüfungen sind unvollständig“, sagte NABU-Meeresschutzexpertin Anne Böhnke-Henrichs. Es habe keine ausreichende Prüfung stattgefunden, welche Umweltauswirkungen tatsächlich mit dem Bau der Pipeline verbunden seien. Die Pipeline soll parallel zur bestehenden Gasleitung Nord Stream auf einer Länge von 1.200 Kilometern durch die Ostseegewässer Russlands, Finnlands, Schwedens, Dänemarks und Deutschlands verlaufen. Bisher liegen nur die Genehmigungen für die Bebauung des deutschen Festlandssockels und des Küstenmeeres von Mecklenburg-Vorpommern vor. Die Bauarbeiten in der dazwischen liegenden ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) muss das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie erlauben.

1 KOMMENTAR

  1. Hoffen wir das die Interessen der deutschen Wirtschaft die Interessen der amerikanischen, polnischen und ukrainischen LNG- Lobby nebst Helfern besiegen. Die LNG Gewinnung und der Transport sind sicher auch nicht umweltfreundlich. Ausserden benötigt Europa eibe preiswerte Energieversorgung.

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