EAWU und EU wollen zusammenarbeiten

MOSKAU. Die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) und die EU nähern sich an. Im Rahmen der achten Sitzung des Arbeitskreises für einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok am 15. Februar sprachen sich die Ministerin für Integration und Volkswirtschaft der EAWU, Tatjana Walowaja, und der Leiter der Wirtschafts- und Handelsabteilung der Vertretung der EU in Russland, Luis Portero, für eine weitere Zusammenarbeit bei praktischen Themen wie der technischen Regulierung aus. Walowaja lobte das Engagement europäischer Unternehmen. Sie würden „die richtige Message für die Einführung eines offiziellen Dialogs zwischen EU und EAWU“ senden. Portero merkte an, dass der Dialog auf Arbeitsebene in Bereichen wie der technischen Regulierung bereits gut funktioniere, wie der Besuch einer europäischen Delegation im vergangenen Jahr gezeigt habe.

Ministerin Tatjana Walowaja (rechts) diskutiert mit Mitgliedern des Arbeitskreises Lissabon-Wladiwostok in der EAWU-Kommission in Moskau. Foto © SCHNEIDER GROUP

Die Arbeitsgruppen der Initiative stellten auf dem Treffen Vorschläge für die Visa-Liberalisierung zwischen der EU und EAWU, für die Harmonisierung der technischen Regulierung und einen gemeinsamen Transportmarkt vor. Künftig wird sich der Arbeitskreis zudem den Themen Digitalisierung und Internet of Things widmen. An der Sitzung im Saal des Kollegiums der Eurasischen Wirtschaftskommission in Moskau nahmen mehr als 50 Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Unternehmen aus Europa teil, darunter der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, der Russische Verband der Industriellen und Unternehmer und das Unternehmen Siemens sowie Diplomaten der EU und EAWU. Der Arbeitskreis Lissabon-Wladiwostok wurde 2015 von deutschen Unternehmern und Verbänden im Ost-Geschäft gegründet. Er setzt sich für pragmatische Lösungen ein, um den Handel, Investitionen und die Verständigung zwischen der EU und den russischsprachigen Ländern zu verbessern.