Nord Stream 2: Zweite deutsche Genehmigung liegt vor

STRASUND. Das Bergamt Stralsund hat den Bau der Pipeline Nord Stream 2 im Küstenmeer von Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Dies betrifft den 55 Kilometer langen Bereich der Ostsee, der zum deutschen Hoheitsgebiet gehört, wie die Behörde am 31. Januar mitteilte.

Diese Rohre sollen ab 2019 russisches Gas nach Deutschland leiten © Nord Stream 2 AG
Das Bergamt Stralsund hat den Bau der Pipeline Nord Stream 2 im Küstenmeer von Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Foto: Nord Stream 2 AG

Die Bebauung des Festlandsockels hatte das Bergamt Anfang November bereits genehmigt. „Es ist ein wichtiger Meilenstein im vielschichtigen Genehmigungsverfahren für unser Projekt“, sagte Jens Lange, Manager Genehmigungen Deutschland der Nord Stream AG. Im Laufe des Verfahrens waren 42 Stellungnahmen und 165 Einwände eingegangen, die von den deutschen Behörden geprüft wurden. „Das Bergamt hat auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen gehandelt und dabei insbesondere darauf geachtet, dass die Eingriffe in die Umwelt vollumfänglich ausgeglichen werden“, sagte Christian Pegel, Energieminister von Mecklenburg-Vorpommern. Auf Grundlage der jüngst vom Bergamt Stralsund erteilten Genehmigung kann das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie die noch ausstehende Genehmigung für die Ausschließliche Wirtschaftszone erteilen, die sich zwischen Küstenmeer und dem Festlandsockel befindet. Auch für die Länder Russland, Dänemark, Finnland und Schweden laufen die Genehmigungsverfahren planmäßig, teilte die Nord Stream 2 AG mit.