Microsoft spürt verschärfte Sanktionen

MOSKAU. Die US-Sanktionen gegen Russland wirken sich erstmals auf die Geschäfte von Microsoft auf dem osteuropäischen Markt aus.

Die US-Sanktionen gegen Russland wirken sich erstmals auf die Geschäfte von Microsoft auf dem osteuropäischen Markt aus. Foto: Pixabay / efes

Zwei Vertriebshändler haben ihre Lieferungen an 200 russische Kunden eingeschränkt. Sie verlangen, dass Rechnungen sofort oder sogar vorab bezahlt werden. Bisher war die Praxis, dass die Lieferanten Wochen oder Monate auf das Geld warten konnten. Die Händler setzen ihre Kunden deswegen stärker unter Druck, weil sie befürchten, dass das längere Warten unter die im November 2017 verschärften Sanktionsregeln fallen könnte, die bisher überwiegend für Banken galten. Demnach dürfen russischen Unternehmen keine Kredite mehr gewährt werden, die länger als 14 Tage laufen. Die Händler glauben, dass das wochenlange Warten auf die Begleichung der Rechnung juristisch eine Art Darlehen sein könnte, der unter das Embargo fällt. Deswegen haben sie ihre Verträge angepasst. „Microsoft wird in Hinblick auf die Unternehmens- und Behördenkunden einen Markt verlieren, der mehrere Milliarden Dollar wert ist,“ sagte Kommunikationsminister Nikolaj Nikoforow.