BMW gründet russisches Tochterunternehmen

KALININGRAD. BMW hat nun eine russische Tochtergesellschaft. Das neue Unternehmen hatte der Münchener Autokonzern am 25. Dezember in Kaliningrad registriert, sagte Maximilian Keller, Russland-Chef der BMW-Gruppe.

BMW hat in Kaliningrad eine russische Tochtergesellschaft registriert. Foto: Pixabay

Dabei handele es sich um einen ersten Schritt, um eigene Produktionskapazitäten aufzubauen. Entsprechende Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen. Eine endgültige Entscheidung für das Investitionsvorhaben stehe noch aus. BMW will ein eigenes Montagewerk in Russland bauen und sieht Kaliningrad möglicherweise als geeigneten Standort dafür an. Dort rollen seit mehreren Jahren Fahrzeuge vom Hersteller Avtotor vom Band, der für die BMW-Gruppe Autos montiert. Im Oktober hatte der Gouverneur des Gebietes Kaliningrad, Anton Alichanow, über den Abschluss eines Sonderinvestitionsvertrages zwischen BMW und seiner Regionalverwaltung berichtet. Als Produktionsstandorte kommen für BMW außerdem das Gebiet Moskau oder das frühere GM-Werk in St. Petersburg infrage. Dies sagte der Minister für Handel und Investitionen Denis Manturow der Nachrichtenagentur Westi. Er hatte zuvor mit dem BMW-Management über die Standortwahl gesprochen. Ein Sonderinvestitionsvertrag verpflichtet ausländische Unternehmen dazu, mindestens eine Investition oder eigene Produkte in einer festgelegten Höhe in Russland herzustellen. Im Gegenzug garantiert der Vertrag eine Gleichstellung mit russischen Unternehmen und damit einen vereinfachten Zugang zu öffentlichen Auftragsausschreibungen sowie Steuererleichterungen.

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