Siemens schließt neue Partnerschaft mit Rostec

MOSKAU. Die russische Staatsgesellschaft Rostec und der Technologiekonzern Siemens schließen trotz des Streits um die Gasturbinen eine neue Partnerschaft – im Bereich Medizintechnik.

Siemens und Rostec wollen in den Regionen Russlands ein Netzwerk von Klinik-Laboren errichten. Foto: Pixnio.com

Beide Konzerne wollen in den Regionen Russlands ein Netzwerk zentraler Klinik-Labore errichten. Eine entsprechende Vereinbarung haben die jeweiligen Tochterunternehmen Siemens Healthcare und das Radioelektro-Cluster von Rostec am 11. Januar unterzeichnet, wie die Nachrichtenagentur TASS berichtete. Beide Partner haben sich auf Investitionen in Höhe von vier Milliarden Rubel (60 Mio. EUR) geeinigt. Kleine Medizinlabore in den Regionen sollen geschlossen werden. Dafür sollen die neuen zentralen Labore mit moderner Technik ausgestattet werden, um die Qualität der Untersuchungen zu gewährleisten. Über dieses Geschäft hat Siemens bisher noch keine offizielle Bestätigung herausgegeben. Der Münchener Konzern streitet mit einem anderen Rostec-Tochterunternehmen, Technopromexport, vor dem Moskauer Schiedsgericht über eine Lieferung von Gasturbinen, die im Juli 2017 auf der Krim aufgetaucht waren. Die EU-Sanktionen gegen Russland verbieten derartige Geschäfte. Siemens will den 2015 abgeschlossenen Liefervertrag für ungültig erklären lassen.

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