Investoren zweifeln an Russlands Rechtsstaat

MÜNCHEN. Die Standortbedingungen in Russland und der Türkei sind einer Studie zufolge für Mittelständler die attraktivsten unter den Schwellenländern. Doch die Politik beider Länder lässt Investoren trotzdem daran zweifeln.

Für Familienunternehmen ist Russland ein attraktiver Investitions-Standort. Foto: iStock / SergeyVButorin

Die politisch-institutionellen Rahmenbedingungen in China seien für Familienunternehmen sogar besserer als in Russland und der Türkei. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen am 4. Januar in München veröffentlicht hat. „Die Türkei und Russland müssen aufpassen, dass sie ihre Attraktivität als Standort für Familienunternehmen nicht wegen wachsender Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit verspielen“, sagt Prof. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen. „Verlässliche politische und institutionelle Rahmenbedingungen sind für große, international tätige Familienunternehmen für ein entsprechendes Engagement im Ausland essenzielle Voraussetzungen.“ Die institutionellen Schwächen hätten sich in den vergangenen Jahren mit einer immer stärker autokratisch agierenden politischen Führung vermehrt, lautete die Beurteilung zu den politisch-institutionellen Rahmenbedingungen in Russland. Unterm Strich kam Russland auf den ersten Platz, die Türkei auf den zweiten. Den dritten Rang belegte China. Für den Länderindex wurden die Faktoren Steuern, Arbeit, Regulierung, Finanzierung, Infrastruktur und Institutionen von Schwellenländern untersucht.

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