Grenzverkehr fließt wieder störungsfrei

BISCHKEK. Kirgisistan hat die Beschwerde über Kasachstan vor der Welthandelsorganisation (WTO) zurückgenommen. Die Behörden beider Länder haben einen Fahrplan vereinbart, um das Problem der verstärkten Grenzkontrollen auf der kasachischen Seite zu lösen.

Der kasachische Grenzposten Kordaj. Foto: Wikimedia Commons / Vmenkov

Erst ab dem 4. Dezember konnten Lkw und Pkw die Grenzen zwischen der kirgisischen Stadt Tokmok und der kasachischen Stadt Kordai wieder ohne lange Wartezeiten überqueren, berichtete Radio Azattyk. Kasachstan hatte am 10. Oktober die Kontrollmaßnahmen an den kirgisischen Grenzposten erhöht. Zuvor hatte Präsident Almasbek Atambajew seinem kasachischen Amtskollegen Nursultan Nasarbajew vorgeworfen, sich in die Präsidentschaftswahlen vom 15. Oktober eingemischt zu haben. Daraufhin war der Warenfluss von Kirgisistan nach Kasachstan stark verzögert worden, weil sich Lkw- und Pkw-Fahrer Kontrollen unterziehen mussten. Kirgisistan hatte daraufhin Beschwerde gegen Kasachstans Grenzkontrollen bei der WTO eingereicht. Erst Ende November hatten sich Kirgisistans neu gewählter Präsident Sooronai Dschenbekow und Nasarbajew in Moskau getroffen und vereinbart, eine Lösung zu finden.