Für Hälfte der Bevölkerung hält die Krise an

MOSKAU. Für fast die Hälfte der Russen hat sich die Lebensqualität in den Jahren 2014 bis 2016 verschlechtert. Dies geht aus einer Studie des Soziologiezentrums der Russischen Akademie der Wissenschaft (RAN) hervor.

Für fast die Hälfte der Russen hat sich die Lebensqualität in den Jahren 2014 bis 2016 verschlechtert. Foto: JmaxStudio / iStock

47 Prozent bezeichneten die Krisenjahre als „wesentlich“, aber nicht als „katastrophal“. Eine Mehrheit der Bevölkerung spüre die Folgen der Krisenjahre immer noch, heißt es. Die Anzahl der Befragten, die ihre materielle Lage als positiv bewerten, ist im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr von 35 auf 38 Prozent gesunken. Einen Grund für diese Ergebnisse sieht das RAN in der Verringerung der realen Löhne. Für die Studie hatte das Institut in diesem Jahr siebenmal in ganz Russland je 4.000 Personen befragt. 40 Prozent der Studienteilnehmer antworteten, dass sie sich weniger Medikamente leisten könnten. 44 Prozent der Befragten konnten keinen Urlaub mehr leisten, 47 Prozent sparen bei Ausgaben für Bekleidung und Schuhe. Jeder Dritte (35% der Befragten) spart auch bei Lebensmitteleinkäufen.