Roche erhält keine Staatsaufträge trotz Lokalisierung

MOSKAU. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche hat 1,5 Milliarden Rubel (22 Mio. EUR) in Russland investiert, um die Produktion des Tumormittels „Gasiva“ zu lokalisieren und um Auftragsausschreibungen gewinnen zu können.

Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche hat 1,5 Milliarden Rubel (22 Mio. EUR) in Russland investiert, um die Produktion des Tumormittels „Gasiva“ zu lokalisieren und um Auftragsausschreibungen gewinnen zu können.
„Gasiva“ ist das erste Roche-Produkt, das vollständig in Russland hergestellt werden soll. Foto: Pixnio

Doch Subventionen für das kostenaufwendige Tumor-Medikament wird der Baseler Konzern nicht erhalten. Für das erste Jahr plante Roche, den Verkauf des Präparats durch das Subventionsprogramm der Regierung für teure Medikamente „Sieben kostenaufwendige Krankheiten“ abzusichern. Doch das Gesundheitsministerium hatte Roche für 2018 nicht auf die Beschaffungsliste gesetzt. Nach Angaben der Behörde haben Unterlagen gefehlt. „Gasiva“ ist das erste Roche-Produkt, das vollständig in Russland hergestellt werden soll. Roche produziert biotechnologische Arzneimittel zur Behandlung von Krebs-, Augen- und Autoimmunerkrankungen sowie schweren Virusinfektionen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems.