Löhne sinken trotz niedriger Inflation

MOSKAU. Die Inflationsrate in Russland wird zum Ende dieses Jahres nicht mehr als drei Prozent betragen. Damit wird die Jahresteuerung nach Angaben der russischen Zentralbank die zuvor anvisierten vier Prozent um einen Prozent unterschreiten.

Die Inflationsrate in Russland wird zum Ende dieses Jahres nicht mehr als drei Prozent betragen. Damit wird die Jahresteuerung nach Angaben der russischen Zentralbank die zuvor anvisierten vier Prozent um einen Prozent unterschreiten.
Wegen sinkender Löhne wird die reale Inflationsrate zum Ende des Jahres zwischen sieben und zehn Prozent liegen. Foto: JmaxStudio / iStock

Im November lag die Teuerungsrate bei 2,3 Prozent und verringerte sich im Vergleich zu Oktober um 0,2 Punkte. „Aller Voraussicht nach wird die Inflation zum Ende des Jahres unter drei Prozent betragen“, sagte vergangene Woche Premierminister Dmitrij Medwedjew. Dennoch bleiben die Preise bis zum Ende des Jahres nicht in allen Bereichen niedrig. Wie die russische Statistikbehörde Rosstat meldete, sind die Preise für Heizöl und Benzin im November gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent gestiegen. Auch Bekleidung verteuerte sich in diesem Zeitraum um 1,4 Prozent. Die offiziell niedrigere Teuerungsrate hat außerdem für viele Haushalte keine Wirkung. Denn die realen Einkommen der Russen waren laut Rosstat von Januar bis November um 1,3 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Wegen sinkender Löhne wird die reale Inflationsrate zum Ende des Jahres deshalb nicht bei drei Prozent, sondern zwischen sieben und zehn Prozent liegen, prognostiziert die russische Ratingagentur Alor Broker.

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