Russischer Zoll verlangt mehr Kundendaten

MOSKAU. Die russische Zollbehörde hat eine neue Anordnung für Kunden von ausländischen Online-Shopping-Portalen beschlossen.

Die russische Zollbehörde hat eine neue Anordnung für Kunden von ausländischen Online-Shopping-Portalen beschlossen.
Die Zollbehörde in Russland will ein automatisiertes Informationssystem schaffen, das Online-Einkäufe erfassen soll. Foto: iStock / bernie_photo

Russische Kunden von Amazon, AliBaba und anderen E-Commerce-Portalen sind verpflichtet, bei Bestellungen aus dem Ausland neben ihren Passdaten auch ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (INN) sowie einen Screenshot vom Bestellvorgang anzugeben. Laut der Zollbehörde tritt diese Anordnung am 7. Dezember in Kraft. Sie soll vorerst bis zum 1. Juli 2018 gelten, da es sich um eine Testphase handelt. Diese neue Regelung wird pro Tag über tausend Sendungen betreffen, sagte Jurij Schewtschenko, Vize-Präsident im operativen Geschäft von DHL-Express. Die Zollbehörde will ein automatisiertes Informationssystem schaffen, das Online-Einkäufe erfassen soll. Für russische Kunden sind Bestellungen aus dem Ausland bis zu einer Summe von 1.000 Euro und bis zu einem Gewicht von 31 Kilogramm pro Monat zollfrei erlaubt. Anhand der erhobenen Daten soll der Zolltarif für den E-Commerce-Handel nach der Testphase angepasst werden. Ebenso ermöglicht der Datenabgleich mehr Kontrolle. Mit der Verbindung von Passdaten und der Steueridentifikationsnummer sei es unmöglich, Sendungen anonym aufzugeben und zu empfangen.

Die russische Regierung will nicht nur die Zollgebühren auf eingeführte Waren aus dem Online-Handel erhöhen, sondern auch die Mehrwertsteuer. Mehr dazu erfahren Sie in der neuen OstContact-Ausgabe, die nächste Woche Dienstag erscheint.

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