Siemens sieht sich getäuscht

MOSKAU. Das Moskauer Schiedsgericht hat die weitere Verhandlung der Klage von Siemens gegen das Unternehmen Technopromexport auf den 14. Dezember vertagt.

Siemens will die 2016 an das russische Unternehmen gelieferten Gasturbinen beschlagnahmen lassen.
Siemens will die 2016 an das russische Unternehmen gelieferten Gasturbinen beschlagnahmen lassen. Foto: Arbeitgeberverband Gesamtmetall, via flickr

Der Münchener Konzern will die 2016 an das russische Unternehmen gelieferten Gasturbinen beschlagnahmen lassen. Ursprünglich waren sie für den Bau des Kraftwerks im südrussischen Taman bestimmt. Doch im Juli waren sie trotz Sanktionen auf der Krim aufgetaucht. Technopromexport habe Siemens getäuscht, sagte Michael Iwanow, der den deutschen Technologiekonzern vor Gericht vertritt. Siemens klagt seit Oktober gegen die Tochter des russischen Staatskonzerns Rostec. Die Klage sei ein Versuch, Sanktionen auf russischem Staatsgebiet durchzusetzen, sagte Mergen Dorajew, Vertreter von Technopromexport. Lieferungen auf die Halbinsel Krim verstoßen gegen Wirtschaftssanktionen der USA und der Europäischen Union, die seit 2014 in Kraft sind. Bisher hatte das Moskauer Gericht eine Beschlagnahmung der Gasturbinen abgelehnt.

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