China: Baubeginn für Xujiahui Sportpark in Shanghai

Im Wettbewerb um den Xujiahui Sportpark in Shanghai hatte sich die HPP Architekten GmbH in einem international ausgeschriebenen Wettbewerb gegen zahlreiche Konkurrenten durchgesetzt und Anfang 2017 den ersten Preis gewonnen. Anschließend wurden die Düsseldorfer mit der Umsetzung des Projekts beauftragt.

Im Wettbewerb um den Xujiahui Sportpark in Shanghai hatte sich die HPP Architekten GmbH im international ausgeschriebenen Wettbewerb durchgesetzt.
Nach Fertigstellung im Jahr 2019 werden im erneuerten Shanghai Stadion internationale Sportveranstaltungen ausgetragen. Foto: © HPP Architekten

DÜSSELDORF. Die feierliche Grundsteinlegung Ende Oktober dieses Jahres markierte den Baubeginn des Xujiahui Sportparks in Shanghai, der zusammen mit zahlreichen Gästen gefeiert wurde. Bis 2019 entsteht mitten in Shanghai ein autofreier und grüner Erholungsraum: Städtebaulich eingebettet in den urbanen Kontext, erschließt sich der insgesamt 337.000 Quadratmeter große Park von allen Seiten. Für Sporttreibende und Erholungssuchende werde der Park rund um die Uhr geöffnet und biete damit dann eine zentral gelegene grüne Oase für die dicht bebauten umliegenden Shanghaier Wohngebiete, so Jens Kump, verantwortlicher Projektpartner bei HPP in Shanghai.

Im Wettbewerb um den Xujiahui Sportpark in Shanghai hatte sich die HPP Architekten GmbH im international ausgeschriebenen Wettbewerb durchgesetzt.
Das HPP-Designteam des Projekts: Gerhard G. Feldmeyer, Geschäftsführender Gesellschafter der HPP Architekten GmbH (Mitte), Werner Sübai, Gesellschafter (rechts daneben) und Wei Yu, Projektpartner und Büroleitung Standort Shanghai (ganz rechts). Foto: © HPP Architekten

Der Entwurf sieht die Erhaltung der vier bestehenden Hauptgebäude vor und lässt dazwischen neue Grünräume für Sport und Veranstaltungen entstehen. Auf der historischen, zentralen Achse des Parks befinden sich das zu erneuernde Shanghai Stadium sowie eine bestehende Multifunktionshalle, die im Zuge der Baumaßnahmen modernisiert wird. Neben der Umgestaltung des Schwimmcenters und dem sogenannten „East Asia Tower“ werden alle sekundären, kleinteiligen Bestandsgebäude zurückgebaut, um großzügige Grün- und Wasserflächen sowie öffentliche Plätze anzubieten. Zwei umlaufende Jogging-Parcours ziehen sich über das gesamte Gelände und verbinden die vier Hauptgebäude miteinander.

Im Wettbewerb um den Xujiahui Sportpark in Shanghai hatte sich die HPP Architekten GmbH im international ausgeschriebenen Wettbewerb durchgesetzt.
In Shanghai wurde mit dem Bau des Xujiahui Sportparks begonnen. Der Entwurf von HPP Architekten sieht vor, die vier bestehenden Hauptgebäude zu erhalten und sie im Zuge der Baumaßnahmen umzugestalten und zu modernisieren. Dazwischen entstehen neue Grünräume für Sport und Veranstaltungen. Foto: © HPP Architekten

Das Stadion und die Multifunktionshalle dienen als Austragungsorte für internationale Sport- und Kultur-Großveranstaltungen. Neben der zentralen Ost-West-Achse der beiden Gebäude mit den Hauptzugängen gibt es klar definierte Trainingsfeldzonen sowie topografisch gestaltete Grün- und Wasserflächen, die vielfältige Aufenthalts- und Sportmöglichkeiten zulassen.

Im Wettbewerb um den Xujiahui Sportpark in Shanghai hatte sich die HPP Architekten GmbH im international ausgeschriebenen Wettbewerb durchgesetzt.
Sportpräsentation bei der Auftaktveranstaltung zum Baubeginn des Xujiahui Sportparks Foto: © Shen Xiaoming

Die Parklandschaft gestaltet sich auf verschiedenen Ebenen: Während die Sportplätze teilweise tiefergelegt sind und damit umliegend terrassierte Zuschauerränge entstehen, werden Teile der Grünflächen zu einer erhöhten Dachgartenlandschaft, die den neuen Sportpark vor den Lärmemissionen des wachsenden, umlaufenden Verkehrs schützen. Der darunterliegende, neu entwickelte Indoor-Sportpark bietet auf insgesamt 60.000 Quadratmetern verschiedenste Sportangebote für die Shanghaier Bewohner an. Sie gelangen durch die unterirdisch angelegte Erschließung von den U-Bahnen zu den Sportler- und Zuschauerbereichen oder direkt zu den Sportstätten. Der Individualverkehr wird neu organisiert, über durchgehend unterirdische Zufahrtsbereiche kanalisiert und auf insgesamt 1.000 Parkplätze verteilt.

Die beliebtesten Sportarten in China sind übrigens Laufen, Badminton, Tischtennis, Basketball und Fußball.