Russland-Sanktionen: Deutschland zahlt hohen Preis

WIEN. Für die deutsche Wirtschaft sind die Russland-Sanktionen am teuersten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo).

Für die deutsche Wirtschaft sind die Russland-Sanktionen am teuersten. Man rechnete einen Exportrückgang von 11,1 Milliarden Euro aus.
Die EU exportierte 2013 Waren im Wert von 120 Milliarden Euro nach Russland. Foto: Pixabay.com

Die Wiener Wirtschaftsexperten rechneten für die deutsche Wirtschaft einen Exportrückgang von 11,1 Milliarden Euro aus. „Deutschland trägt mehr als ein Drittel des sanktionsbedingten Minus der Europäischen Union“, schrieben sie. Die EU exportierte 2013 noch Waren im Wert von 120 Milliarden Euro nach Russland. Im vergangenen Jahr betrug das Exportvolumen nur noch 72 Milliarden Euro. Auch Großbritannien und Polen sind vergleichsweise stark von den Sanktionen betroffen. Die Exportausfälle beider Länder gaben die Experten innerhalb der vergangenen drei Jahre mit je drei Milliarden Euro an. Insgesamt gingen die Exporte aus der EU nach Russland um 15,7 Prozent zurück. Neben den Sanktionen nannten die Experten auch den gesunkenen Erdölpreis und den Währungskurs als Grund für den Exportrückgang. Im Jahr 2014 verhängte die EU Sanktionen gegen Moskau wegen der Annektierung der Krim und der russischen Ukraine-Politik.

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