BMW plant eigene Produktion in Russland

KALININGRAD. BMW will seine Fertigungstiefe in Russland erhöhen. Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung Wedomosti zieht der Autobauer die Verlegung seiner Produktion in eine Sonderwirtschaftszone im Gebiet Kaliningrad in Erwägung.

BMW plant eigene Produktion in Russland, Gebiet Kaliningrad
BMW zieht die Verlegung seiner Produktion in eine Sonderwirtschaftszone im Gebiet Kaliningrad in Erwägung. Foto: Pixabay

Dort will BMW ein eigenes Werk eröffnen. Die Residenten der Sonderwirtschaftszone erhalten Zollerleichterungen für die Einfuhr von Kfz-Teilen. Das neue Werk soll auch eine Schweißerei und Lackiererei von Karosserien enthalten. „Wir wollen das Niveau der Lokalisierung in Russland erhöhen“, erklärte Hendrick von Kuenheim, Präsident der BMW Group in der Region Asien-Pazifik und Afrika. Derzeit prüfe das Management die Möglichkeiten einer Lokalisierung in den russischen Automobil-Regionen Kaluga, Moskau, Kaliningrad und dem Gebiet Leningrad, sagte er. In einigen Wochen werde dazu eine endgültige Entscheidung getroffen. Für die Lokalisierung der BMW-Produktion in Russland veranschlagt der Konzern eine Investition von mehreren Hundert Millionen Euro. Der Premium-Autobauer lässt seine Fahrzeuge im Werk des Kaliningrader Auftragnehmers Avtotor montieren. Dort laufen die Modelle der Dreier,- Fünfer,- und Siebener-Serie sowie die SUV-Serien vom Band. Pro Jahr bringt BMW 40.000 Autos auf den Markt.