Adidas setzt auf E-Commerce

MOSKAU. Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas stellt seine Verkaufsstrategie in Russland um. Künftig will das Herzogenauracher Unternehmen seine Produkte auf mehreren Kanälen anbieten.

Künftig will Adidas in Russland seine Produkte auf mehreren Kanälen anbieten.
Russland ist einer der ersten Märkte, auf dem Adidas eine Multichannel-Strategie anwendt. Foto: Wikimedia Commons / Jan Hagelskamp1

„Russland ist einer der ersten Märkte, auf dem wir eine Multichannel-Strategie anwenden: Es gibt den Online- und den herkömmlichen Verkauf“, verriet der Adidas-Verkaufsleiter GUS, Anton Sokolow, der Wirtschaftszeitung Wedomosti. In neue Verkaufswege hatte das Unternehmen innerhalb der vergangenen zwei Jahre mehr als 70 Millionen Euro investiert. Den Online-Verkauf wickelt Adidas über die eigene Homepage und per Tablets ab, die in den Geschäften aufgestellt sind. Ebenso sollen Adidas-Produkte auf Online-Plattformen wie „Ozon.ru“ oder „Wildberries“ erhältlich sein. Bis 2020 will der Sportartikelhersteller 15 Prozent seines Umsatzes auf dem russischen Markt aus dem E-Commerce-Geschäft generieren. Laut Sokolow trägt das Online-Geschäft in Russland derzeit sieben Prozent zum Umsatz bei. Absolute Zahlen nannte er nicht. Parallel dazu sollen in Russland noch bis Ende dieses Jahres 160 Geschäfte geschlossen werden.