Kartellbehörde prüft die Fusion von Siemens und Alstom

Kartellbehörde prüft die Fusion von Siemens und Alstom
Die russische Kartellbehörde wird die Fusion der deutschen und französischen Schnellzughersteller Siemens und Alstom genau prüfen. Foto: Wikimedia Commons, Rolf Heinrich, Köln

MOSKAU, 3. Oktober. Siemens und Alstom haben nicht vor, ihre Anteile an russischen Eisenbahnherstellern aufzugeben. Wie die Wirtschaftszeitung Wedomosti berichtet, sei noch kein Antrag über die Zustimmung zu der Fusion beim Föderalen Antimonopoldienst Russlands (FAS) eingegangen. Der Bauer des deutschen ICE und der Hersteller des französischen TGV wollen ihre Geschäfte zusammenlegen und damit zum größten Hersteller von Schienenfahrzeugen in Europa werden. In Russland ist Siemens zu 50 Prozent an seinem russischen Konkurrenten Uralskie Lokomotivow beteiligt, Alstom besitzt 33 Prozent Anteile an dem Lokomotivenhersteller Transmaschholding. Bei Fusionen von Konzernen, die Beteiligungen über 25 Prozent halten, sei eine Zustimmung des FAS notwendig, teilt die Kartellbehörde mit. „Wir werden genau hinschauen“, kündigte der Leiter Igor Artemjew an. Das Gemeinschaftsunternehmen will die Nachfrage nach neuen High-End-Technologien bedienen.