Sberbank will Europa-Geschäft aufgeben

Der Chef der russischen Sberbank, German Gref, kündigte an, dass sich die Bank aus dem Europa-Geschäft zurückziehen will. Angesichts der Sanktionen sei das Geschäft in Europa für die russische Staatsbank sehr schwierig.

Sberbank Hauptsitz in Moskau / iStock © vladj55

MOSKAU. Die russische Sberbank will ihr Geschäft in mehreren europäischen Ländern aufgeben. Derzeit sei die Staatsbank dabei, ihre Geschäftsfelder in Europa zu optimieren, wie Bankchef German Gref am 25. September mitteilte. „Unter den Bedingungen der Sanktionen zu arbeiten, ist sehr schwierig“, sagte er. Die Bank sei einem starken Druck der Regulierungsbehörden ausgesetzt. Sie wird direkt von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt. Vor zwei Jahren war die österreichische Filiale Sberbank Austria beim Stresstest der EZB durchgefallen und musste ihre Eigenkapitaldecke für Risikofälle um 240 Millionen Euro aufstocken. Anstelle des Europa-Geschäfts will die Bank ihre Aktivitäten in Indien und in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ausweiten.