Danone importiert eigene Kühe nach Russland

Foto: Wikimedia Commons/Dohduhdah
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PARIS/TJUMEN. Der französische Lebensmittelkonzern Danone will 5.000 Holstein-Rinder nach Sibirien importieren. Damit will der Konzern dem durch die russischen Gegensanktionen, welche die Einfuhr von Rohstoffen wie Milch verbieten, gestiegenen Milchpreis entgegenwirken. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Milchkühe seien bereits auf dem Weg aus den Niederlanden und Deutschland zum Betrieb von Danone in Tjumen, zitiert Bloomberg den Russland-Chef des Konzerns Charlie Capetti. Laut Capetti sei der Milchpreis allein in diesem Jahr um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Landwirtschaft gehörte bisher nicht in das Portfolio von Danone. Doch vor diesem Hintergrund hat der Lebensmittelproduzent gemeinsam mit dem lokalen Produzenten Damate in einen Betrieb von 60 Hektar investiert. Die Milchproduktion hatte bereits im Mai begonnen, im September wird die letzte Lieferung von Milchkühen erwartet. „Wir hoffen, dass der Milchpreis im kommenden Jahr weniger steigen wird“, sagte Capetti. Angebot und Nachfrage werden sich laut Capetti stabilisieren, sobald neue Milch auch von der sibirischen Farm auf den Markt komme.

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